© Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e.V.
Die römische Siedlung bei Waldgirmes. Rekonstruktion Faber/Courtial

Historische

Einordnung

...“Ihre Soldaten bezogen hier ihre

Winterquartiere, Städte wurden gegründet,

und die Barbaren passten sich ihrer

Lebensweise an, besuchten die Märkte und

hielten friedlich Zusammenkünfte ab.”...

Cassius Dio Das Gründungsdatum von Waldgirmes spätestens 4/3 v. Chr. hat Konsequenzen für die Anfangsdatierung weiterer römischer Lager. Der Tod des Drusus 9 v. Chr. bedeutete somit keinen Rückzug der Römer aus dem Gebiet zwischen Rhein und Elbe, sondern ist eher als Neudisposition der römischen Truppenstandorte zu verstehen, die wohl von Tiberius in den Jahren 8 und 7 v. Chr. durchgeführt wurde. Obwohl die Schriftquellen für die folgenden Jahre wesentlich spärlichere Informationen bieten, verdeutlichen die Aktionen des Domitius Ahenobarbus ansatzweise den Handlungsrahmen der römischen Politik: An- und Umsiedlungen, indirekte Eingriffe bei einzelnen Stämmen sowie der Ausbau von Verkehrsverbindungen und Infrastruktur.   Die Bedeutung der Ausgrabungen von Waldgirmes innerhalb dieses historischen Rahmens liegt im Nachweis einer im Entstehen begriffenen Stadt östlich des Rheins. Der Aufbau einer zivilen römischen Infrastruktur ist Voraussetzung und klares Anzeichen für einen beabsichtigten Übergang von der Eroberung zu direkten, dauerhaften Herrschaft.
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